Quelle: Fr. Neue Presse online
v. 31.05.2010
Rugby: Der SC 1880 schafft den Titel-Hattrick nicht
Die Frankfurter verpassen die dritte Meisterschaft in Folge und den siebten DM-Triumph insgesamt.
Frankfurt. Mit deutschen Meisterehren darf sich seit Samstagnachmittag Frankfurts Finalgegner Heidelberger RK schmücken. Dank einer disziplinierten Leistung und starker Individualisten wie Caine Elisara, Carlin Hamstra und Pieter Jordaan triumphierten die Kurpfälzer mit 39:22 (22:22, 6:6) nach Verlängerung verdientermaßen an der Feldgerichtstraße. Es war zugleich die Revanche für die 8:11-Endspielniederlage vor einem Jahr an gleicher Stätte.
«Wir mussten hart arbeiten, um bis ins Endspiel zu kommen, haben uns aber von Woche zu Woche gesteigert», sagte der HRK-Trainer Murray Archibald. Der Erfolg hing jedoch gegen Ende der regulären Spielzeit am seidenen Faden. In der Nachspielzeit drängte Frankfurt vehement auf den zweiten Versuch, der den Sieg gebracht hätte. Doch der Titelverteidiger musste sich mit dem Ausgleich zum 22:22 durch einen verwandelten Strafkick von Kieran Manawatu begnügen. In der Verlängerung übertölpelte der Südafrikaner Jordaan schon nach wenigen Sekunden die Frankfurter Verteidigung. Die Schwarz-Roten gaben vor knapp 2000 Zuschauern zwar zu keinem Zeitpunkt auf, prallten aber regelmäßig am Heidelberger Bollwerk ab.
«Der HRK hat hervorragend verteidigt, das muss man neidlos anerkennen. Sie waren einen Tick besser als wir», resümierte der Sportliche Leiter Dieter Wüst und bedauerte den Ausfall der Leistungsträger Jamie Houston und Adam Clarke auf den Schlüsselpositionen zwei und neun. Teammanager Ulrich Byszio kündigte indes personelle Veränderungen für die neue Saison an. «Weniger Profis, aber höhere Qualität», sagte der ehemalige Nationalspieler. Allerdings trifft den SC 1880 der Verlust von Andrew Porter, der den einzigen Versuch legte, hart. Auch Sydney Douglas wird den Club wohl verlassen. fri
SC 1880: Biddles, Michael Howells, Douglas – Wacha (86. Shaw), Preussner (48. Slaby) – Hauck, Porter (5 Punkte/116. Schomacker), Warrick – Dennis Feidelberg – Campell – Sztyndera (112. Berwing), Leung-Wai, Smith, Manawatu (17/90. Schäfer) – Ewald (48. Gray/105. Podzuweit). fri
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